Freitag, 21. Juli 2017

[REZENSION] Die Schule der Nacht von Ann A. Mcdonald

Ein geheimnisvoller Brief. Eine alte Universität. Eine gruselige Gemeinschaft.

Willkommen bei "Die Schule der Nacht" von Ann A. Mcdonald

»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …  (Quelle: Amazon.de)






Mir hat dieses Buch wahnsinnig gut gefallen - damit hätte ich nie gerechnet. Ich bin ja, wie mittlerweile bekannt sein sollte, ein eher skeptischer Mensch und kann viele Hypes nicht nachvollziehen. "Die Schule der Nacht" wird  nicht gehyped, was an und für sich schade ist. Denn genug Potenzial dafür bietet die Geschichte.
"Die Schule der Nacht" ist spannend, atmosphärisch dicht und absolut süchtig machend. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, mitten in der Geschichte zu sein, mitten in Oxford. Plottwists und glaubhafte Charaktere sorgen dafür, dass es nie langweilig wird, dass man sich immer neu begeistern kann.

Alte Gebäude und ihre Mythen haben mich schon immer begeistert, bislang habe ich allerdings wenige Bücher gefunden, die so etwas thematisieren. Auch bei "Die Schule der Nacht" hatte ich mich zuerst auf etwas anderes vorbereitet und eine eher klassische Fantasygeschichte nach Schema X erwartet. Fantasy macht jedoch nur einen sehr kleinen Teil des Plots aus, viel mehr geht es um Rätsel, alte Legenden und viele, viele Geheimnisse. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, mit Cassie auf die Reise zu gehen und herauszufinden, was es mit der Schule der Nacht wirklich auf sich hat.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass man absolut nicht vorausahnen konnte - mit seinen Gedanken dennoch nicht im Dunkeln gelassen wurde. Stets gab es neue Tipps und Hinweise, die halfen, das Große und Ganze zu verstehen. Dieses hat sich jedoch erst auf den letzten Seiten völlig entfaltet.

An der Uni, an der Cassie studiert, treiben viele ein falsches Spiel. Es war nicht leicht, herauszufinden, wer die Wahrheit sagt und wer lügt, aber es hat sich definitiv gelohnt. Somit ist "Die Schule der Nacht" eine spannende, beinahe schaurige Geschichte für dunkle Tage ("Sommer" ist für mich ein einziger, langer, dunkler Tag :D).

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