Freitag, 12. Mai 2017

[REZENSION] SELKIE von Antonia Neumayer

Geschichten, die das Meer als Schauplatz haben, gibt es meiner Meinung nach viel zu selten. Umso mehr freue ich mich auf jedes Buch, das den Ozean thematisiert, denn seine Weite und seine unergründbaren Geheimnisse wecken eine große Faszination in mir. Natürlich habe ich mich auf Selkie gefreut - und genau so eine Geschichte wollte ich lesen. Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen.

Klappentext:
Als Kate im Hafen ihrer kleinen Heimatinsel im Orkney-Archipel die drei Fremden das erste Mal sieht, weiß sie, dass es Ärger geben wird. Die Männer sind gekommen, um ihren älteren Bruder Gabe mitzunehmen. Doch wohin und warum, das verraten sie nicht. Und das ist völlig inakzeptabel, findet Kate. Heimlich schleicht sie sich auf den Kutter der Fremden, um Gabe zu retten. Doch dann taucht der geheimnisvolle Ian an Bord auf, ein Schuss fällt. Und plötzlich springt Kate an Ians Seite in die eiskalte Nordsee. Mitten hinein in ein Abenteuer, das alles, was sie bisher über ihre Familie und ihre Inselwelt wusste, ins Wanken bringt …
(Quelle: Amazon.de)




Wenn ich meine Probleme mit der Geschichte aufschreiben müsste, wären es wohl folgende:
1. Ich habe etwas ganz anderes erwartet - nämlich eine Geschichte, die unter Wasser spielt. Dies ist leider nicht der Fall - absolut nicht - und sollte im Klappentext deutlicher gemacht werden, denn der führt in die Irre.
2. Ich habe keinen Zugang zu der Geschichte gefunden. Nicht nach 100 Seiten, nicht nach 200 und ab Seite 300 war es dann zu spät. Dauernd sind meine Gedanken abgedriftet, ständig war ich überall, nur nicht bei Kate.
3. Die Charaktere sind sehr klischeehaft aufgebaut - und die ganze Geschichte ist voller Klischees. Es gibt tote Verwandte, Familiengeheimnisse, den mysteriösen Unbekannten, und eine Protagonistin, die doch recht naiv ist.

Was mir jedoch gut gefallen hat:
1. Der Schauplatz ist toll! Es hat sich angefühlt, als wäre man wirklich in Orkney. Die detaillierten Beschreibungen haben dazu beigetragen.
2. Das Buch ist sehr atmosphärisch - eine Tatsache, die mir immer gut gefällt.
3. Für ein Debüt hat die Autorin bereits einen guten und sicheren Schreibstil.

Alles in allem hat mir "Selkie" aufgrund der negativen Punkte, die in diesem Fall überwiegen, leider nicht so gut gefallen. Teil 2 werde ich nicht mehr lesen, aber ich bin mir sicher, dass die Autorin viele Leser finden wird, die die Geschichte mögen. Von mir gibt es daher:


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