Mittwoch, 12. April 2017

[REZENSION] BLOODY MARY von Nadine Roth

Der Bloody Mary Mythos fasziniert mich schon seit einigen Jahren und bis vor Kurzem hatte ich nie ein Buch gefunden, das von dem Mädchen hinter den Spiegeln berichtet. Nadine Roths "Bloody Mary" hat daher sofort mein Interesse geweckt.

Darum geht es:
»Mein Name ist Mary. Bloody Mary. Sie rufen mich, und ich töte sie. Doch dieses Mal nicht. Er hat mich gerufen. Und das hat alles verändert.« Im Jahr 1990 wird die sechzehnjährige Mary Jane Wyler von einem Serienmörder auf grausame Art und Weise umgebracht und findet sich in der Totenwelt wieder. Gefangen hinter Spiegeln, wartet sie darauf, dass jemand nach ihr ruft, um Rache an den Lebenden zu nehmen. Der siebzehnjährige Avian glaubt nicht an diesen Mythos. Um seinem besten Freund zu beweisen, dass alles reine Fiktion ist, ruft er den Rachegeist und sieht sich plötzlich Bloody Mary gegenüber. Aber ist sie tatsächlich so blutrünstig, wie die Legende behauptet? Oder steckt hinter der Furcht einflößenden Gestalt nur ein einsames Mädchen, das sich nach Mitgefühl und Wärme sehnt? Avian versucht, zu Mary Jane Wyler durchzudringen, doch er spielt dabei mit seinem Leben. »In der Welt der Toten gibt es drei Regeln: Zeige keine Gnade, zeige keine Schwäche, zeige keine Gefühle. Ich habe jede einzelne gebrochen.«
(Quelle: Amazon.de)







Vorweg: Dies ist keine typische Bloody-Mary-Geschichte. Dies ist eher eine Liebesgeschichte.

Mary ist seit vielen Jahren hinter den Spiegeln gefangen und trägt viel Wut in sich. Sie wurde damals ermordet, hat es aber nicht ins Jenseits geschafft, sondern lauert nun auf neue Opfer hinter dem Spiegel. Doch Bloody Mary ist nicht nur Bloody Mary. In ihr steckt mehr - beispielsweise das Mädchen Mary Jane, das damals getötet wurde. Und Mary Jane kommt zum Vorschein.
Wenn er sie ruft.
Und Mary Jane nimmt wieder einen Teil in Bloody Mary ein.

Ich mag die beiden Hauptcharaktere, Mary und Avian, sehr gern. Sie sind großartig gezeichnet, mit Sträken und Schwächen ausgestattet und es gibt viel Innenleben. So etwas fehlt mir oft bei Fantasyromanen und daher bin ich froh, dass es hier nicht der Fall war. Auch das Setting hat mir gut gefallen.

Die ersten 50 Seiten waren so spannend, dass ich fast gestorben bin! Bloody Mary hat mich von Beginn an fasziniert. Leider konnte das Buch nicht ganz seine Spannung halten, vor allem im Mittelteil habe ich einige Längen gespürt und hatte das Gefühl, dass die Handlung nicht wirklich voran kommt. Mir hätte es besser gefallen, wenn Mary noch ein bisschen blutiger gewesen wäre.

Was ich wiederum sehr schön fand, war die Liebesgeschichte. Man konnte mitfiebern, sich in die Charaktere hineinversetzen und noch einmal 16 sein.

Daumen hoch gilt übrigens auch für den genialen Epilog. Ich habe selten so etwas gelesen - Hut ab. An dieser Stelle aufgrund Spoilergefahr allerdings nicht mehr :).

Alles in allem habe ich die Geschichte gern gelesen, sie hat mich zum Gruseln gebracht, zum Seufzen und mir schöne Stunden beschert. Ich vergebe daher gute


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