Samstag, 18. Februar 2017

[SAMSTAGSGESTÄNDNISSE 3]

Schon wieder ist eine Woche vorbei, schon wieder ist Samstag. Das bedeutet, es ist Zeit für...

Was habe ich diese Woche gemacht? 
An Valentinstag war ich in Köln im Schwimmbad. Vorher habe ich Bücher gekauft.
Am Mittwoch habe ich meine letzte Klausur geschrieben.
Am Donnerstag habe ich gearbeitet.
Am Freitag Abend war ich im Kino.
Montag, Mittwoch, Freitag im Fitnessstudio.
Dazwischen gelesen, geschrieben, gegessen, geschlafen.
Es ist doch immer nur dasselbe. Und es kommt mir vor, als würde ich auf der Stelle treten und nicht vorankommen.
Im Dezember werde ich mit etwas Glück meinen Abschluss bekommen. Dann sind 5 Jahre Studium vorbei. Und danach? Ja, danach, du dummes, verdammtes Wort. Ich weiß nicht, wie ich dich definieren kann, weil du mir Angst machst.
Ich weiß, was ich will. Ich weiß, was ich nicht will.
Aber manchmal reicht das nicht.
Denn was, wenn ich nicht gut genug für das bin, was ich will? Und dazu gezwungen sein werde, das zu tun, was ich auf keinen Fall will?
Könnte ich mir jetzt in diesem Moment eine Superkraft wünschen, wäre es die Bestimmung über die Zeit. Ich würde das JETZT ewig lange ausdehnen, weil es genau das JETZT ist, in dem ich verharren will. Mein Leben ist JETZT gerade so wunderbar unvollkommen perfekt, dass ich nicht will, dass es sich irgendwie ändert.
Es ist nicht alles gut.
Aber hey, mir gehts gut.
Mehr oder weniger.
Aber allgemein.
Geht es irgendwie.
Und das reicht.
Veränderungen sind normal, oder? Sie gehören zum Leben dazu. Aber muss man sie deshalb gut finden? Muss man ihnen mit Freude ins Gesicht sehen?
Ich nicht.
Wahrscheinlich habe ich mich ein bisschen zu sehr in das Jetzt verliebt.
Wisst ihr, mir gefällt mein Leben.
Ich bin Studentin, ich arbeite nebenher, ich schreibe mir die Finger wund, ich lese lese lese, ich sehe die Welt, ich reise, ich erfülle meine Pflicht - aber darüber hinaus bin ich genau die Version von mir, die ich sein will.
Kann man da nicht vertsehen, dass ich Angst habe, dass mir all das genommen wird?
Nach dem Dezember fängt dieses schreckliche Danach an.
Aber Davor
will ich gar nicht an das Danach denken.
Denn Davor ist das Danach nur ein Begriff.
Und Worte können uns ja nichts tun, oder?
Genug mit dem pseudophilosphischen Geplapper! Was habe ich effektiv diese Woche gemacht?
Ich habe mich wahnsinnig über Winterstern gefreut - eine Winteranthologie, in der auch eine Kurzgeschichte von mir abgedruckt ist.





Gestern Abend im Kino habe ich "Split" gesehen - verdammt, war das genial! Es geht um einen Mann, der über zwanzig Identitäten in sich vereint und drei Mädchen entführt. Was heraus kommt, ist eine zutiefst verstörende, abstruse Geschichte mit einem Ende, das mich ... sprachlos gemacht hat.

Heute stehen Uni-Sachen auf dem Programm. Außerdem werde ich weiter in Kiss of Deception lesen <3.

Ich wünsche euch eine schöne Woche :)




 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen