Freitag, 13. Januar 2017

[Rezension] Wie die Luft zum Atmen von Brittainy Cherry

Und wie soll ich das jetzt finden?
Was folgt, ist eine zutiefst verwirrte Rezension.
"The air he breathes" war in den letzten Tagen so gut wie überall. Es gab Lobreden wie selten auf ein Buch und irgendwann konnte ich nicht mehr widerstehen und habe es mir bestellt. Gestern Abend kam es an, heute Morgen war ich fertig.
Fix und fertig.
Und dann auch wieder nicht.

Ich habe die Geschichte inhaliert, ich habe selten so schnell gelesen, die Kapitel sind selten so geflogen. Ich konnte mit dem Lesen nicht aufhören, genau wie bei "Verliebt in Mr. Daniels".
Trotzdem saß ich heute Morgen in meinem Bett und wusste nicht recht, wie ich das Buch bewerten soll.
Woran es lag?
Die Geschichte ist eine Seiten-Geschichte und am liebsten würde ich jede Seite einzeln bewerten,
Denn es gab Seiten, die waren wahrscheinlich schöner als alles, was ich je gelesen habe.
Es gab Seiten, da habe ich geweint. Richtig, richtig geweint, weil es verdammt traurig war,
Es gab Seiten, die waren so intensiv, da hätte ich am liebsten das Buch weggelegt, weil ich mir wie ein Eindringling vorkam. Weil ich dachte, ich darf das nicht wissen. (Beispiel: Kassette)
Es gab Seiten, die waren richtig, richtig lustig. & das hat mich wahrscheinlich am meisten überrascht. Das Buch hatte Humor. Wisst ihr, wie oft ich beim Lesen lache? Etwa einmal im Jahr. Wisst ihr, wie oft ich bei "The air he breathes" gelacht habe? VIER MAL!
Wow.
Aber es gab auch andere Seiten.
Es gab Seiten, die mir zu übertrieben waren. Seiten, die zu sehr in die 08/15 Kitschschiene abgedriftet sind und die aus dem zauberhaften Buch eine abgedroschene Liebesgeschichte gemacht haben.
Und es gab Seiten, auf denen es zwar traurig war, ich aber nicht ganz involviert war und mir dachte: Ach, scheiß drauf, ist eh nur eine Geschichte. Kleiner Schlenker zu Hoover: Da bin ich von Seite 1 bis X immer immer immer immer drin.
Zuletzt gab es Seiten, die zu viel gewollt haben. Seiten, die zu viel Inhalt hatten, die es übertrieben haben. Spoiler: Die Geschichte mit Emma am Ende, der Typ, der sie töten will: UNWICHTIG und vor allem unglaubhaft.
Nun ja.
Und dennoch wurde mir das Herz gebrochen.
Einige Male.
Ich würde die schlechten Seiten gern aus dem Buch nehmen und sie mit den guten füllen, denn Cherry kann das. Und hätte es nur die guten Seiten gegeben, wäre das Buch wahrscheinlich zu einem meiner Lieblinge geworden.
Jetzt gebe ich ihm dennoch 4,5 Sterne und irgendwas zwischen 12 und 13 Punkte.
Denn eigentlich kann ich es immer noch nicht bewerten.
Hach.

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