Freitag, 6. Januar 2017

Rezension Farbenpunkte von Sophia Csar


[REZENSION FARBENPUNKTE]

Auf der tollen Facebookseite Die Wolkenflieger habe ich ein Rezensionsexemplar des Ebooks "Farbenpunkte" zugeschickt bekommen. Es handelt sich hierbei um eine Young/New Adult Geschichte der Autorin Sophia Csar (https://www.facebook.com/sophiaannacsar/?fref=ts), welche ich bereits von Bookrix kannte. Leider hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nie etwas von ihr gelesen.

Eckdaten zu "Farbenpunkte":
erhältlich als Ebook für 2,99
Verlag: Bookrix
Seitenanzahl: 344

Klappentext:
Zwölf Jahre ist es her, seit Eva ihre Tante zuletzt gesehen hat - den farbenfrohen Wirbelwind, der ihrer Kindheit mit Geschichten über gelbe Hasen und rosarote Elefanten Farbe verliehen hat.

Kaum jemand kennt sie so gut wie ihre Tante Vera, die nun eine Immobilienfirma in Atlanta besitzt. Als Eva endlich ihren Mut zusammenkratzt um in Atlanta ein Auslandsjahr zu verbringen, begegnet sie aber nicht nur ihrer Tante, sondern gewinnt zwei weitere Familienmitglieder dazu. Durch Adoption hat Vera zwei Kinder gewonnen - Eustace und Ayleen, die Eva freudestrahlend in die Familie aufnehmen.

Doch die Gefühle, die Eva für Eustace entwickelt, sind alles andere als familiär. Während sich Eva in ihn verliebt, lernt sie auch seine Schattenseiten kennen und wird auf eine innerliche Zerreißprobe gestellt
(Quelle: Amazon.de)

So ... und nun weiß ich gar nicht, wie ich das Ganze anfangen soll :D
Versuchen wir es mal so:
Was ist Farbenpunkte?
-Farbenpunkte ist Lebensfreude. Farbenpunkte ist bunt. Farbenpunkte ist Leidenschaft.
-Farbenpunkte ist locker-leicht auf den ersten Blick.
-Farbenpunkte zerstört dich, wenn du es gelesen hast.

Ja, das Buch hat mich zerstört.

Der Anfang war gar nicht weiter spektakulär, plätscherte so dahin. Wir lernen die Protaginstin Eva kennen, die in Atlanta ein Auslandsjahr verbringt und bei ihre Tante Vera landet, die sie schon lange nicht mehr gesehen hat und sich von ihrer Familie absondert. Auf diese Weise trifft Eva Veras Adoptivsohn Eustace und die Adoptivtochter Ayleen und versucht, sich ein Leben in Atlanta aufzubauen.
Die Hanldung plätscherte so vor sich hin, ich hatte ziemlich genaue Vorstellungen von dem, was passieren wird. Gleich zu Anfang ist mir aber der sehr professionelle Schreibstil der Autorin aufgefallen, den ich unbedingt loben muss. Ich bin über keine seltsam konsturierten Sätze gestolpert und kam in einen angenehmen Lesefluss. Die Charaktere sind super ausgearbeit, man merkt, dass sich die Autorin lang mit ihnen beschäftigt und sie vor allem ins Herz geschlossen hat. Eustace muss ich hier besonders hervorheben, denn er hat es mir schon recht angetan :D.
Den Handlungsverlauf habe ich als "rund" empfunden, zudem war das Ganze sehr packend geschrieben.

Trotzdem. Der Anfang war ein Rieseln, ein Säuseln, ein Plätschern.
Dann kam der Knall.
Spätestens ab diesem Moment konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Ich habe verstanden, dass hinter der augescheinlich oberflächlichen Geschichte so viel (!) mehr steckt. Wow. Dafür hat die Autorin meinen Respekt verdient, denn der Plot ist unheimlich geschickt konstruiert.

"Farbenpunkte" ist nur auf den ersten Blick eine fröhliche Geschichte. Eigentlich ist "Farbenpunkte" das Gegenteil davon: "Farbenpunkte" ist traurig. Es ist tiefgründig. Es steckt so viel Liebe hinter jeder einzelnen Zeile und so viel Verzagen.

Die Charaktere waren unheimlich authentisch gestaltet, ich habe ihnen ihre Hanldungen und Motive klar abgenommen. So etwas finde ich immer seltener, aber hier hat es gut gepasst. Gegen Ende hatte ich sie so sehr ins Herz geschlossen, dass es mir nur noch schwerer fiel, mit der Geschichte aufzuhören.

Ich habe Farbenpunkte sehr gern gelesen!

Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich dennoch:
1. Der Anfang war mir etwas zu lang, etwas zu langwierig. Zwar konnte man hier auch schon den ausgezeichneten Schreibstil bewundern, aber ist meiner Ansicht nach im ersten Drittel des Buches ein bisschen zu wenig passiert. Das ändert sich aber schleunigst in den letzten zwei Dritteln!
2. SPOILER: Das Ende war etwas "too much" für mich. Ich mag schlechte Enden generell sehr gern, weil ich ein kleiner Masochist bin und will, dass mich Bücher zum Weinen bringen, aber hier war es mir ein bisschen zu viel des Schlechten. RIESIGER SPOILER: Erst stirbt Vera, dann platzt das mit Eustace und Eva völlig. Zwar deutet die letzte Seite zumindest partiell auf Besserung hin, aber für mich war das leider nicht genug - vor allem im Hinblick darauf, wie positiv und fröhlich der Roman angefangen hat.
3. Rechtschreibtechnisch war alles super, leider haben recht viele Kommas gefehlt. NEIN, ich will nicht kleinlich sein, das ist mir nur beim Lesen aufgefallen.

Trotz allem sind das winzige Kritikpunke neben einem Berg von Lob. Farbenpunkte war wundervoll: witzig, glaubhaft und so, so traurig. Ich bin mir sicher, dass das nicht das letzte Buch von Sophia Csar bleiben wird :)!

Alles in allem vergebe ich gute 4 Sterne und 11/15 Punkten <3.


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