Freitag, 6. Januar 2017

Rezension All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven

Ich bin zerstört. Ich bin zerbrochen. Ich weine immer noch. Ich kann es nicht fassen, was Bücher mit einem anstellen können.

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…
(Quelle: Amazon.de)

Egal, was ich jetzt hier schreibe, es wird dem nicht gerecht werden. Wörter können nicht ausdrücken, WAS dieses Buch ist. Dafür muss man es gelesen haben. Sollte es definitiv gelesen haben.

"All die verdammt perfekten Tage" ist nicht nur bisher das beste Buch meiner 7Tage7Bücher-Challenge. Es ist nicht nur das beste Buch dieses Monats oder diesen Jahres. Wahrscheinlich ist es eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Warum?

Weil ich in Finch und Violet lebe. Weil es zum ersten Mal zwei Charaktere gab, die mich verstanden haben. Die so viel von mir hatten, die mir meine Sicht auf die Welt erklärt haben.

Weil in diesem Buch mehr Philsophie, Poesie und Lebensweisheit steckt als in 100 anderen.

Weil ich unzählige Seiten mit dem Handy abfotografiert habe, damit ich diese unfassbaren Zitate nie wieder vergessen werde!

Weil dieses Buch so viel vermittelt, ohne auch nur einmal die Moralkeule auszupacken.

Weil es mich zerstört zurückgelassen hat, mein Herz gebrochen ist und ich trotz allem so unglaublich glücklich bin.

Ich LIEBE dieses Buch. Liebes jedes Wort davon, jede Zeile, jede Phrase. Ich habe es schon heute Morgen gemerkt, als ich auf den ersten Seiten war und nicht mehr aufhören wollte. Ich habe sofort gespürt, dass es etwas Besonderes ist.

Oh.mein.Gott.

Um es mit Finchs Worten auszudrücken:
"Ich kenne das Leben gut genug, um zu wissen, dass man nicht von den Dingen erwarten kann, für immer da zu sein oder stillzustehen, selbst wenn man es sich von Herzen wünscht. Man kann nicht verhindern, dass Menschen sterben. Man kann sie nicht daran hindern wegzugehen. Man kann nicht einmal sich selbst daran hindern. Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass niemand außer mir selbst mich wachhalten kann.Das liegt einzig und allein bei mir." (Seite 150-151)


Sprachlos.


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